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Die Filterbubble…gabs schon immer!-?

 

Gut, wenn das Bewusstein darüber wächst, dass wir niemals „die Wirklichkeit“ wahrnehmen. Weder sehen wir Menschen Infrarot, noch bekommen wir wirklich mit, was in der Welt passiert.

Immer nur ein kleiner Ausschnitt kommt bis zu mir durch. Und zwar das, was „mir nützt“. Das ist biologisch so und auch sozial – ob mit „social“ media oder ohne.

Was für mich relevant ist, entscheide ich aber nur bedingt allein – die Evolution hat es nicht als vorteilhaft für für Menschen ausgelesen, Infrarot oder UV-Strahlen sehen zu können. Heute, wo die Ozonschicht kaputt ist, wäre es hilfreich… Pech gehabt.

Als soziales Wesen sind für mich auch die Themen und Meinungen „wichtiger“, die meine Freunde und mein Umfeld haben – schließlich will ich mich integrieren und nicht als Aussenseiter da stehen.

Dieser -eben nur bedingt- sinnvolle Mechanismus führt dazu, dass wir „Wahrheiten“ und Meinungen dann eher aufnehmen, gut finden, wenn sie dem entsprechen, was ich schon weiss – relevant ist, was meine Freunde auch gut finden. Nichts anderes nutzen die Algorithmen von Facebook & Co, wenn unser individueller NewsFeed mir meine Welt zeigt. So als Über-Pippi-Langstrumpf „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt…!!

Auch vor Facebook gab es diese Filter – die Forschung nannte sie „Gatekeeper“ und meinte damit Journalisten, die für uns Nachrichten vorsortieren und auswählen.

Auch damals war es sinnvoll, auch mal Quellen zu nutzen, die nicht die eigene Meinung wiedergeben. Lernen kann man auch nur, wenn man mal was Neues aufnimmt.

Und genauso, wie wir Techniken erfunden haben, um Infrarot „zu sehen“, gibt es Möglichkeiten, aus seiner Filterbubble auszubrechen – wir müssen es nur wissen und dann auch nutzen.

Gallileo erklärt die Filterbubble

Was man dann so findet, erschreck oft, ist manchmal schön – es lohnt sich aber auf jeden Fall!

 

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