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Gatekeeper der digitalen Aufmerksamkeit – oder: Die Monster aus Silicon Valley

Martin schreibt diesen einen vielbeachteten Blogbeitrag „Warum ich als Journalist nur noch die Monster füttere“ – und löste eine für mich sehr inspirierende Diskussion aus.

Was unterscheidet die Gatekeeper der Massenmedien von den Monstern aus Silicon Valley? Der verflixte undurchschaubare Algorithmus 😉

Also ich hab auch Angst vor Mathe 😉 – das kommt mir immer gleich so unnahbar, unverständlich und unmenschlich vor. Sind verlagsinterne politische Ausrichtungen, Befindlichkeiten, Seilschaften, Intrigen und Verschwörungen besser – nur weil sie noch so „handgemacht“ sind oder waren?

Ich glaube nicht… Journalistische Objektivität endete auch „in der guten alten Zeit“ an der Ausrichtung eines Verlages, „Nischen-Meinungen“  und Einzelstimmen hatten und haben geringere Reichweiten.

Die Enttäuschung ist da nur so groß, weil das Internet scheinbare Objektivität verspricht. Ich denke: Die Change auf Objektivität und Demokratie ist größer. Nicht leichter zu haben.

Interessanter noch finde ich den Vorwurf an Martin, wer würde Jammern. So ein Blödsinn. Recht hat er, er arbeitet zu viel. Ich frage mich aber: Warum?

Wer was zu sagen hat, möchte und sollte das auch tun – das er laut und viel schreien muss, gehört dazu. Dumm ist nur, dass man an so vielen Orten mit soooo vielen um die Wette schreien muss. Meine These: Das ist FOMO mal anders 😉

Wir können nicht überall mitreden, nur weil wir können. Das ist direkte Weg ins Burn-out. Was ist aus „Schweigen ist Gold“ geworden? Aber leider leider können gerade diejenigen nicht die Klappe halten, die eigentlich nix zu sagen haben.

Daher: Bitte, Martin: Schrei weiter!

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